Wie viel Roboter will der Mensch sein?

Die Möglichkeiten der Wissenschaft sind beinahe unbegrenzt

An der Swiss Handicap Messe auf der Luzerner Allmend werden verschiedene Hilfsmittel für vorgestellt, die Menschen mit einer körperlichen Behinderung das Leben erleichtern sollen. Der Mensch könnte sogar beinahe zum Roboter werden, wenn er denn will.

Beinprothesen, Rollstühle oder Handprothesen, die etwas greifen können: Die Welt der Hilfsmittel für Menschen mit einer körperlichen Behinderung wird immer grösser. Die Wissenschaft kann inzwischen auch Knieprothesen mit Motor herstellen, oder Rollstühle, die Treppensteigen können. Der Schritt vom Menschen zum Roboter wird immer kleiner.

Es gibt aber klare Grenzen. So will beispielsweise Thomas Krieg, der nach einem Unfall auf der Bobbahn querschnittgelähmt ist, mit einem Exoskelett wieder laufen und auch an Wettkämpfen teilnehmen. Aber für ihn ist klar: "Ich will immer die Kontrolle haben. Ich lasse mich nie so weit verkabeln, dass ich nicht mehr selber bestimmen kann."

Auch für Prof. Dr. Robert Riener von der ETH und der Uni Zürich ist klar, dass die Betroffenen sagen sollen, was ihnen wirklich hilft: "Wir müssen immer im Dialog sein mit den Menschen, die eine körperliche Behinderung haben. Es hilft nichts, wenn wir etwas entwickeln, dass niemand braucht."

Thomas Krieg kann mit Hilfe des Exoskeletts laufen.

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