Kernser verlosen ihre Alpen

Die traditionelle Alpverlosung findet nur alle 12 Jahre statt.

76 Bewerberinnen und Bewerber für 35 Alpwirtschaften: Weil die Nachfrage grösser ist als das Angebot, wird in Kerns per Los entschieden, wer auf welche Alp darf.

In Kerns teilen acht verschiedene Genossenschaften und Korporationen insgesamt 4653 Hektaren Weideland zu, das gemäss neustem Alp-Recht für zwölf Jahre von der gleichen Person bewirtschaftet werden kann.

Heute haben sich die Alpgenossen in der Dossenhalle Kerns versammelt und die Alpen neu verteilt - mittels dem Ziehen von Loskugeln aus einem Butterfass. Aufgrund ihrer sehr unterschiedlichen Qualitäten sind nicht alle Alpwirtschaften gleich begehrt. Für einige gab es nur eine Handvoll Interessenten - für andere mehrere Dutzend.

Unterschiedliche Bauern

So unterschiedlich wie die Alpen sind auch die Bauern, die an der Verlosung teilnehmen. So freut sich der 27-jährige Patrick Durrer darüber, dass ihm das Los eine eher anstrengende und Arbeitsintensive Alp beschert hat. Biobauer Hans Kretz dagegen ist glücklich mit einer Alp auf flacherem Gelände, die es den Kühen und dem Bauern leicht macht.

An der heutigen Verlosung sind nicht nur einige Älpler leer ausgegangen, einige mussten auch die Alp abgeben, die sie während den vergangenen 12 Jahren bewirtschaftet haben.

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